Kleine Meetingräume & Huddle
Kompakte Räume mit kurzem Sitzabstand kommen oft mit einer Videobar und einem Display aus. Die Seite zeigt Setups und Richtwerte für 2 bis 6 Personen.
Raumanalyse, Nutzungsszenario, Technikauswahl und Budgetabgleich: In dieser Reihenfolge lässt sich ein Meetingraum planen, ohne dass es zu einem Fehlkauf und einer Budgetüberschreitung kommt. Werden Geräte vor der Klärung dieser Punkte angeschafft, muss die Technik in der Praxis häufig nachgerüstet oder sogar komplett ausgetauscht werden.
Dieser Leitfaden führt durch alle vier Schritte und verweist an jeder Stelle auf den passenden Rechner, die passende Kostenübersicht oder den passenden Vergleich zur weiteren Vertiefung.
Eigenen Raum im 3D-Konfigurator planen →Ein Meetingraum lässt sich in vier Schritten planen: Raumanalyse, Nutzungsszenario, Technikauswahl und Budgetabgleich. Wer diese Reihenfolge einhält, vermeidet die häufigsten Fehlkäufe bei Display, Mikrofon und Kamera.
01 · Schritt 1
Jede Technikentscheidung baut auf denselben Grundwerten auf: der Raumlänge, der Raumbreite, der Raumhöhe, der Anzahl der Sitzplätze und der Form der Bestuhlung. Ohne diese Werte bleibt jede Empfehlung zur Displaygröße, zur Mikrofonart oder zur Kameratechnik eine grobe Schätzung.
Am wichtigsten ist der maximale Sitzabstand zur geplanten Displaywand. Er wird vom hintersten Sitzplatz aus gemessen. Diese eine Zahl fließt später in die Displaygröße, die Mikrofonabdeckung und das Kamera-Sichtfeld gleichermaßen ein.
Diese Angaben fließen in jede weitere Technikentscheidung ein:
Tragen Sie die Maße direkt im 3D-Konfigurator ein. So lassen sich die Displaygrößen, Mikrofontypen und Kameratechniken am realen Raummodell prüfen, anstatt die spätere Funktion zu schätzen.
02 · Schritt 2
Zwei Räume mit identischer Fläche können völlig unterschiedliche Technik benötigen. Ein Teams Room mit einer festen Compute-Einheit und einer Touch-Konsole stellt andere Anforderungen an Anschlüsse und Bedienung als ein BYOD-Raum, in dem jeder Teilnehmer den eigenen Laptop anschließt.
Klären Sie deshalb vor der Technikauswahl, wie der Raum künftig genutzt wird und mit welchem Gerät die Teilnehmer typischerweise arbeiten werden.
Teams Room oder BYOD im Vergleich, mit Folgen für Audio, Display und Anschlüsse →
Eine Soundbar unter dem Display erfasst den Tisch am zuverlässigsten, wenn die Bestuhlung frontal ausgerichtet ist. Bei langen Tischen, einer U-Form oder starkem Nachhall stoßen Soundbars an ihre Grenzen.
Deckenmikrofone decken den Tisch dagegen von oben in mehreren Zonen ab und skalieren besser bei unregelmäßigen Raumformen. Dafür erfordern sie eine Deckenmontage, einen DSP und eine sorgfältige Zonenplanung.
Prüfen Sie die Erfassungszonen auf Sprecherhöhe, bevor die Umsetzung erfolgt. Ein ausführlicher Vergleich beider Systeme mit einer Tabelle und typischen Einsatzszenarien steht auf der Seite Deckenmikrofon vs. Soundbar.
Deckenmikrofon oder Soundbar: ausführlicher Vergleich mit Tabelle →
Das Sichtfeld der Kamera und ihre Position geben vor, ob alle Sitzplätze erfasst werden. Ein optischer Zoom kann wichtiger sein als eine vergleichsweise hohe Anzahl an Pixeln der Kamera.
Ob eine feste Weitwinkelkamera, eine PTZ-Kamera (evtl. mit Speaker Tracking) oder eine zweite Kamera für bessere Blickwinkel sinnvoll ist, hängt von der Raumgeometrie und der Tischvariante ab.
03 · Raumtypen
Die vier Schritte gelten für jeden Meetingraum, die konkrete Technik unterscheidet sich aber deutlich nach der Raumgröße. Diese drei Archetypen führen zu den passenden Detailseiten mit Richtwerten.
Kompakte Räume mit kurzem Sitzabstand kommen oft mit einer Videobar und einem Display aus. Die Seite zeigt Setups und Richtwerte für 2 bis 6 Personen.
Standard-Meetingräume brauchen meist ein Dual-Display-Setup, eine dedizierte Raum-Audio-Lösung und eine PTZ-Kamera mit Speaker Tracking. Die Kostenübersicht zeigt Setup-Typen und Budgetrahmen.
Boardrooms kombinieren Großformat-Displays, Mehrkanal-Audio über einen DSP und Multi-Kamera-Systeme. Der Komplett-Rechner addiert die einzelnen Kostenblöcke zu einer Gesamtinvestition.
04 · Werkzeuge
Sobald die Raumanalyse und das Nutzungsszenario stehen, lässt sich jede einzelne Technikentscheidung vorab grob abschätzen. Die folgenden Werkzeuge liefern jeweils einen ersten Richtwert:
05 · Budget
Wird das Budget nach der ermittelten Geräteliste erstellt, wird es meistens unterschätzt. In Projekten kommen die Installation, die Verkabelung, die Programmierung und die Plattform-Lizenzen hinzu, was häufig 15–30 % der reinen Hardware-Summe ausmachen kann. Wichtig ist im fortlaufenden Betrieb der Managed Service, der in die laufenden Kosten einberechnet werden muss.
In vielen Projekten fließt das Budget zuerst in ein großes Display, während die Mikrofonierung und die Installation erst am Ende eingeplant werden. Die ausführliche Kostenblock-Übersicht mit Richtwerten für Display, Audio, Video und Steuerung liefert die Seite Meetingraum-Ausstattung.
Ein Display und ein Mikrofon werden gekauft, bevor klar ist, ob der Raum als Teams Room oder als BYOD-Raum läuft. Häufig ist die Folge, dass wenige Monate nach der Installation eine Nachrüstung von Anschlüssen oder Wireless-Lösungen nötig ist.
Eine grobe Schätzung der Raumtiefe führt regelmäßig zu einer falschen Displaygröße oder einer unzureichenden Mikrofonabdeckung. Der maximale Sitzabstand sollte vor jeder Umsetzung tatsächlich gemessen werden, oder am besten direkt im 3D-Modell ermittelt werden.
Die Installation, die Programmierung und die Inbetriebnahme fehlen in vielen Kalkulationen komplett. Fließt nur die geplante Geräteliste ins Budget, muss man bei der Ausführung mit Nachforderungen für die Verkabelung oder die Konfiguration rechnen.
Wer das Display, das Mikrofon und die Kamera erst bei der Umsetzung im Raum kombiniert, entdeckt Konflikte wie überlappende Erfassungszonen oder ein zu hoch montiertes Display erst nach der Installation. Eine Prüfung im 3D-Konfigurator deckt solche Konflikte vorher auf.
Zuerst werden die Raummaße, die Sitzplatzanzahl und die Bestuhlung erfasst. Danach wird das Nutzungsszenario festgelegt, zum Beispiel Teams Room oder BYOD. Erst danach werden das Display, das Mikrofon und die Kamera ausgewählt, und zuletzt wird das Budget inklusive der Installation und der Lizenzen abgeglichen.
Ja, ein Teams Room stellt andere Anforderungen an Anschlüsse, Bedienung und Lizenzen als ein BYOD-Raum. Details liefert der Vergleich Teams Room vs. BYOD.
Der Displaygrößen-Rechner und die Kamera-Empfehlung errechnen aus dem Sitzabstand und der Raumtiefe jeweils eine Richtwert-Spanne. Beide Werkzeuge sind kostenlos und ersetzen keine 3D-Planung, geben aber eine erste Orientierung.
Der Meetingraum-Kosten-Rechner und der Komplett-Rechner liefern Richtwerte auf Basis von Raumtyp und Ausstattungstiefe, keine verbindlichen Angebote. Für eine belastbare Kalkulation empfiehlt sich danach die Prüfung im 3D-Konfigurator und ein Angebot vom Integrator.
Geben Sie Ihre Raummaße ein, wählen Sie das Nutzungsszenario und prüfen Sie die Technik direkt im eigenen Raum, kostenlos im Browser und ohne Installation.
Jetzt kostenlos planen →